Saale und Unstrut
„Die Weine sind so schön, wie unsere Landschaft, heimlich ‘Toskana des Nordens’ genannt. – Saale-Unstrut
Am 51. Breitengrad ist das nördlichste Qualitätsanbaugebiet Europas gelegen. Diese Randlage verhilft zu besonders duftig, eleganten und rassigen Weinen. Dank der Lage im Regenschatten des Harzes ist das Weinbaugebiet mit vergleichsweise weniger Niederschlag als andere deutsche Weinbaugebiete gesegnet. Die Böden sind vorrangig aus Muschelkalk, aber auch Buntsandstein, Lehm und Lös.
Seinen Einbruch erlebte der hiesige Weinbau im 17. - 19. Jahrhundert durch die Umstellung der Trinkgewohnheiten auf Tee und Kaffee, die Verwüstungen durch Kriege, sowie den Einfall der Reblaus. Somit ging die Anbaufläche von seinem Höchststand von 10.000 ha im 15./16. Jahrhundert auf 100 ha Ende des 19. Jahrhunderts zurück.
Durch Initiative der LPG und Hobbywinzern vor und privatwirtschaftlichen Winzern und Weinbauern nach der Wiedervereinigung erreicht der Anbau in jüngeren Zeiten nun eine Fläche von 640 ha, bewirtschaftet von 645 Winzern.
